Ironman Zürich 2015- mein drittes Finish bei einem Langdistanz Rennen in der Profikategorie Pleiten, Pech und Happy End

Es begann alles mit meinem Umzug in die  Schweiz im Januar dieses Jahres: ein Tapetenwechsel sollte her, sowohl privat als auch beruflich. Obwohl ich in sportlicher Hinsicht in Berlin alles hatte – eine Trainingsgruppe mit meinen ehemaligen Radsport-Kollegen, einenTrainer ( Uwe Freese, der sich, obwohl ich die Sportart gewechselt habe trotzdem um mich gekümmert hat und mir bei allem geholfen hat- ein grosses Dankeschön dafür!), eine Triathlon Gruppe (geleitet vom äusserst engagierten Pawel Körner) und das schöne Berliner Umland (flach wie ein Pancake;-). Der ein oder andere Berg hat da schon ab und zu gefehlt, aber das habe ich nun alles vor der Tür:-) Aber nicht nur das, seit Februar bin ich im Team Koach und werde von Kurt Müller trainiert. Eine super Entscheidung, denn ihm habe ich unter anderem meinen Erfolg hier in Zürich zu verdanken! Trotz diversen Ups and Downs, geprägt von sowohl mentalen als auch körperlichen Schwächen, habe ich es geschafft, meine erste Langdistanz dieses Jahr mit einer zwar unerwartet schlechten Endzeit, jedoch mit einer guten Platzierung, zu finishen!
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Auch das Rennen selbst war geprägt von Höhen und Tiefen. So begann bereits in der ersten Disziplin, wo ich erwartungsgemäss hinterher schwimmen musste, das grosse Fighten gegen mich selbst, denn schliesslich war ja erstmal niemand weder vor noch hinter mir. Durch das Neoverbot habe ich sehr gelitten und bereits da viele/etliche Körner auf der Strecke gelassen. Doch wer die Regeln des Ironman kennt, weiss, dass erst nach dem Schwimmen der richtige Kampf beginnt. So war ich zwar mental ein wenig geknickt durch meinen grossen Rückstand, doch ich wusste dass ich sowohl auf dem Rad als im Laufen gut vorbereitet war und freute mich auf die kommenden 180km im Velosattel. Doch die Freude war schnell vorüber, als sich bereits nach 5km mein Flaschenhalter hinterm Sattel verabschiedete und ich nun ohne Verpflegung unterwegs war. Dies war kein gutes Gefühl, denn es wurde immer heisser. “Kopf hoch, Lina, Shit happens, weiter…” habe ich mir zugeredet und bin weiter gefahren. Doch dann merkte ich, dass etwas komisch istkeinen Druck mehr auf der Kette, die Beine sind so komisch, ich sitz auf einmal so tief! Und da war es, Unglück Nummer drei: Sattel runtergerutscht! Und das, obwohl ich vorher extra noch beim Mechaniker, genau wegen diesem Problem. Da kamen dann meine Zweifel:”wie soll ich denn so noch 120km fahren?,Ich muss mindestens bis zum Heartbreakhill kommen, denn da stand der :Koach und die anderen vom Team. Aber wie??“. Und auch der anstehende Marathon war in meinem Kopf: “selbst wenn ich so weiterfahre, das verzeihen mir meine Beine nie!”
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Meine Wattvorgaben zu fahren war somit unmöglich aber ich habe es bis zur Wechselzone geschafft. Ich war so froh, endlich die Laufschuhe anzuziehen zu können und einfach nur zu laufen – ohne Angst, etwas zu verlieren, dass das Material versagt oder so – einfach laufen. Dies ging erstaunlich gut und ich konnte bis km 30 eine gute Pace laufen und habe mich dabei noch super gefühlt. Auch weil gefühlt alle paar Meter ein paar grün weiss gekleidete Männchen an der Strecke standen und mich lautstark angefeuert hat. Das waren natürlich meine Teamkollegen:-) Vielen Dank dafür- ihr wart Spitze!
 Nach 10:11h habe ich mit einem grossen Lächeln die Ziellinie überquert und als ich dann noch erfuhr, gesamt 6. und 5. in der Profikategorie zu sein, war ich mehr als glücklich!
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Ein grossen Dankeschön an Kurt und Urs für die super Betreuung! Nur wegen euch, weil ich wusste, dass ihr irgendwo steht und auf mich wartet, habe ich beim Radfahren nicht aufgegeben!
Nun sind bereits ein paar Tage vergangen und ich bekomme langsam wieder Lust zu trainieren und blicke optimistisch in Richtung Challenge Almere.
Eure Lina
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DM Zeitfahren 2014

Ein weiterer Test auf dem Weg zur Challenge Roth ist geschafft. Nach mehr als einem Jahr ohne Radrennen habe ich es gewagt, mich zur Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren anzumelden und mich mit den besten Radsportlerinnen Deutschlands zu messen. Ein gewagtes Unterfangen.

Um 15.42h ging ich als 8. letzte auf die 30km lange Strecke, die auf einem anspruchsvollen 15km-Rundkurs 2x zu absolvieren war. Mit perfekten Bedingungen habe ich alles herausgeholt, was mein derzetiger Trainingszustand in Bezug auf Laktatverträglichkeit zu bieten hat. Als mich in der zweiten Runde drei Mädels überholten, habe ich realsiert, dass meine Schnelligkeit für eine Meisterschaft nicht ausreicht. Dafür fühlte ich mich im Ziel noch nicht völlig erschöpft, was mir zeigt, dass ich für Roth, wo ich statt 30km 180km zu absolvieren habe, ideale Ausdauertwerte mitbringe.

Am Ende war es Platz 19 und ich nehme diese Meisterschaft als gutes Unterdistanzrennen mit nach Roth zur Deutschen Meisterschaft der Langdistanz.

Ich gratuliere vor allem meiner Trainingspartnerin Lotte Becker zu ihrem 3. Platz, aber macht euch gefasst, denn nächstes Jahr bin ich wieder topvorbereitet am Start:-)

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Spreewald Duathlon

Erfolg ist manchmal auch eine Frage von Flexibilität und Spontaneität
Spreewald statt Falkenstein

Es ist wie mit einer Erkältung: wenn man krank ist, muss man sei Training umorganisieren bzw. komplett streichen, wenn man organisatorische Probleme hat- so wie ich mit der Anreise nach Falkenstein- muss man umdisponieren und spontan einen Ersatzwettkampf finden um seine Form unter Beweis stellen zu können.
So erhielt ich am Freitagnachmittag kurz vor Beginn meiner Arbeits-Schicht die Nachricht, dass meine Mitfahrgelegenheit keinen Platz mehr im Auto habe. Somit musste ich also auf den Start bei der Deutschen Meisterschaft in Falkenstein am Sonntag verzichten, obwohl ich mich schon sehr gefreut hatte. Aber zum Glück haben wir ja hier in der Region auch sehr schöne Veranstaltungen, so dass ich mich kurzum für den Spreewald Duathlon (19km Lauf- 88km Rad- 5km Lauf) entschieden habe.
Kein allzu schlechter Ersatz, denn auf dem ersten langen Laufabschnitt, der traditionell über Stock und Stein durch den Wald entlang des Briesensee führte, konnte man schon ordentlich Körner lassen und seine Form unter Beweis stellen. Doch Vorsicht war geboten, denn die 88km, die es auf einer 22km Runde viermal zu absolvieren hieß, waren eine echte Herausforderung aufgrund der starken Windverhältnisse. So war ich einmal froh, ein bisschen mehr Gewicht zu haben und meine Hausaufgaben (Krafttraining auch in der WK-Saison) fleißig erledigt zu haben, denn die Gegenwindpassage hatte es in sich und erforderte ein hohes Maß an Kraft.
Die abschließenden 5km waren gegen die anderen beiden Abschnitte auf dem Papier ein Witz, der sich jedoch in Realität alles andere war als Kindergeburtstag. Aber dazu gleich mehr.
Kaum war also meine Freitagnachmittags-Schicht vorbei, lag ich auch schon gestärkt mit einer Portion Reis im Bett und freute mich auf den anstehenden Wettkampf.
Pünktlich um 8h stand Reiner vor meiner Tür und es ging los. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön!
„um Punkt 12h fängt es an zu regnen“, musste ich mir einige Male auf der Autofahrt in den Spreewald anhören. Doch ich war ziemlich gelassen und wie immer optimistisch und entgegnete „und wenn schon, aber es wird nicht regnen!“ Und so war es auch. Auf dem Radabschnitt kam sogar noch die Sonne heraus (war ein kleiner Sonnenbrand auf meinen Schultern beweist).
Nach einem kurzen Aufwärmen ging es schon los und ich befand mich mitten einer Horde Tri- bzw Duathleten die wie wild gewordenen Tiere loshetzten. Nun gut, ich versuchte mein Tempo zu kontrollieren und mich nicht mitreißen zu lassen, was mir relativ gut gelungen ist. Mit einer Durchschnittspace von 4:02/km bin ich nach 19km auf mein Rad gesprungen und freute mich auf meine Lieblingsdisziplin.
Erstaunlich schnell vergingen die 88km und so schlüpfte ich in meine Laufschuhe und merkte schnell, wie müde ich eigentlich schon bin. Ich wusste gar nicht, dass lächerliche km so wehtun können! Doch ich habe es ins Ziel geschafft, hätte mich gar nicht so beeilen müssen, denn die 2. Frau ging gerade mal auf die Laufstrecke als ich ins Ziel kam.
Fazit: Sieg und 12. Platz gesamt mit einer Zeit von 4:08h und einem sehr guten Gefühl dabei 🙂 So kann es weiter gehen…

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Versöhnung mit Holland bei der EM im Duathlon in Horst an de Maas

Nun habe ich es doch geschafft über meinen Misserfolg, gekrönt von Pleiten, Pech und Pannen, letztes Jahr bei der Challenge in Almere hinwegzukommen und mich mit den Niederlanden versöhnt.

Mein erstes größeres Saisonhighlight und somit Debut im Duathlon- und Triathlon Zirkus fand gestern im niederländischen Horst an der deutschen Grenze statt.

Es gehörte schon ein wenig Mut und Verrücktheit dazu, meine Rückkehr zum Duathlon, nach 5 Jahren Abstinenz, bei einer Europameisterschaft der Elite zu feiern. Wobei das Wort „feiern“ vor dem Wettkampf noch dahingestellt war. Doch mein Resultat beim Berliner Halbmarathon(1:25h) zwei Wochen zuvor gab mir Zuversicht und bestätigte, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Schließlich kam ich erst kurz vorher aus dem Trainingslager zurück, wo ich lediglich Grundlagenkilometer für eine hoffentlich lange und erfolgreiche Saison sammelte und mich auf das Radfahren fokussierte.

Das erste richtige Wettkampfwochenende startete am Freitag in Berlin mit dem Auto Richtung holländische Grenze, wo ein kleiner Zwischenstopp eingelegt wurde, um die Beine nicht allzu lange in der engen Sitzposition einzuklemmen (ja, wenn man groß ist, spielt das eine nicht zu unterschätzende Rolle;-), aber dazu später mehr..) Am Samstag hieß es dann Wettkampfunterlagen abholen und die Ohren beim Briefing zu spitzen, wobei das meiste bereits auf der Homepage erwähnt wurde. Aber es ist ja Pflicht!:-) Bereits dort, in mitten vielzähligen Top-Athleten begann meine Aufregung größer zu werden, doch anderseits wusste ich auch, dass ich nichts zu verlieren habe und nur an Erfahrungen und Wettkampfhärte gewinnen kann. So blieb ich optimistisch und lies die Eindrücke auf mich wirken. Anschließend ging es auf die Radstrecke, die sich durch zahlreiche Kurven und Richtungswechsel als sehr unruhig erwies und geschätzte 15 Antritte pro Runde (20km, die 3x gefahren werden musste) erforderte. Nun gut, nicht meine erste Wahl für einen Radparcours aber machbar.

Die Laufstrecke war ebenfalls sehr verwinkelt und führte durch ein kleines Wohngebiet, jedoch waren die 2,5km, die es beim ersten Lauf 6x zu laufen hieß, sehr windanfällig.

Der Samstag endete dann mit der traditionellen Pasta Party, die, wie nicht anders zu erwarten, in einer sozialen Einrichtung stattfand und die Athleten haufenweise Pasta in sich hineinschaufelten.

Am nächsten Morgen klingelte pünktlich um 6h der Wecker und wie von einer Tarantel gestochen, sprang ich aus dem Bett, pellte mich in meinen neunen Einteiler und nahm ein kleines Frühstück zu mir.

Dann ging es mit dem Auto zum Start, wo als erstes die Räder eingecheckt wurden um dann zum Start zu gehen. Für meine Verhältnisse war alles ein wenig knapp geplant und so eilte ich zur Startlinie wo dann kurze Zeit später das Elitefeld namentlich vorgestellt wurde, was meine Nervosität nicht gerade minderte. Kurz darauf ertönte der Startschuss und schon ging es los. Ich bin mein Tempo gelaufen und habe mich nicht von den ersten mitreißen lassen, denn sonst wäre es mir so gegangen wie manch anderen, die mir dann entgegen kamen und offensichtlich überpaced hatten. Ein Wohlfühltempo war es nicht gerade, so dass die ersten Kilometer auf dem Rad schon sehr kräfteraubend waren. Doch mein neuer roter Renner hat mir gute Dienste erwiesen und so kam ich mit der 3. schnellsten Rad Zeit zurück in die Wechselzone um die letzten 7,5km in Angriff zu nehmen. Auf der zweiten von drei Runden habe ich ziemlich gelitten so dass ich einfach nur noch die Ziellinie vor Augen hatte. Ich kam als 8. Ins Ziel und wurde dort herzlichst von den Betreuern der Nationalmannschaft empfangen! Nun bin ich richtig motiviert für die weiteren Rennen und man wird mich sicher bei dem einen oder anderen Duathlon wieder treffen 🙂
A propos Beinschmerzen und Autofahren: die Rückfahrt direkt nach dem Wettkampf tat ihr Übrigens, so dass ich mich heute kaum bewegen kann und nicht mal Lust und Energie hatte, mein Bauchtraining zu machen! Das sagt bei mir schon alles 😉

Bis bald, eure Lina

Link zu den Ergebnissen

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Lina-Challenge 2013

Due to bad luck at my first long-distance race (Challenge Almere 2013) I had to create my very own “Challenge”. Read more here. Many thanks to my supporters! I will be back in 2014!

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Welcome on lina-kristin.de

Welcome on my new website / blog! All content will soon be available, stay tuned!

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