Spreewald Duathlon

Erfolg ist manchmal auch eine Frage von Flexibilität und Spontaneität
Spreewald statt Falkenstein

Es ist wie mit einer Erkältung: wenn man krank ist, muss man sei Training umorganisieren bzw. komplett streichen, wenn man organisatorische Probleme hat- so wie ich mit der Anreise nach Falkenstein- muss man umdisponieren und spontan einen Ersatzwettkampf finden um seine Form unter Beweis stellen zu können.
So erhielt ich am Freitagnachmittag kurz vor Beginn meiner Arbeits-Schicht die Nachricht, dass meine Mitfahrgelegenheit keinen Platz mehr im Auto habe. Somit musste ich also auf den Start bei der Deutschen Meisterschaft in Falkenstein am Sonntag verzichten, obwohl ich mich schon sehr gefreut hatte. Aber zum Glück haben wir ja hier in der Region auch sehr schöne Veranstaltungen, so dass ich mich kurzum für den Spreewald Duathlon (19km Lauf- 88km Rad- 5km Lauf) entschieden habe.
Kein allzu schlechter Ersatz, denn auf dem ersten langen Laufabschnitt, der traditionell über Stock und Stein durch den Wald entlang des Briesensee führte, konnte man schon ordentlich Körner lassen und seine Form unter Beweis stellen. Doch Vorsicht war geboten, denn die 88km, die es auf einer 22km Runde viermal zu absolvieren hieß, waren eine echte Herausforderung aufgrund der starken Windverhältnisse. So war ich einmal froh, ein bisschen mehr Gewicht zu haben und meine Hausaufgaben (Krafttraining auch in der WK-Saison) fleißig erledigt zu haben, denn die Gegenwindpassage hatte es in sich und erforderte ein hohes Maß an Kraft.
Die abschließenden 5km waren gegen die anderen beiden Abschnitte auf dem Papier ein Witz, der sich jedoch in Realität alles andere war als Kindergeburtstag. Aber dazu gleich mehr.
Kaum war also meine Freitagnachmittags-Schicht vorbei, lag ich auch schon gestärkt mit einer Portion Reis im Bett und freute mich auf den anstehenden Wettkampf.
Pünktlich um 8h stand Reiner vor meiner Tür und es ging los. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön!
„um Punkt 12h fängt es an zu regnen“, musste ich mir einige Male auf der Autofahrt in den Spreewald anhören. Doch ich war ziemlich gelassen und wie immer optimistisch und entgegnete „und wenn schon, aber es wird nicht regnen!“ Und so war es auch. Auf dem Radabschnitt kam sogar noch die Sonne heraus (war ein kleiner Sonnenbrand auf meinen Schultern beweist).
Nach einem kurzen Aufwärmen ging es schon los und ich befand mich mitten einer Horde Tri- bzw Duathleten die wie wild gewordenen Tiere loshetzten. Nun gut, ich versuchte mein Tempo zu kontrollieren und mich nicht mitreißen zu lassen, was mir relativ gut gelungen ist. Mit einer Durchschnittspace von 4:02/km bin ich nach 19km auf mein Rad gesprungen und freute mich auf meine Lieblingsdisziplin.
Erstaunlich schnell vergingen die 88km und so schlüpfte ich in meine Laufschuhe und merkte schnell, wie müde ich eigentlich schon bin. Ich wusste gar nicht, dass lächerliche km so wehtun können! Doch ich habe es ins Ziel geschafft, hätte mich gar nicht so beeilen müssen, denn die 2. Frau ging gerade mal auf die Laufstrecke als ich ins Ziel kam.
Fazit: Sieg und 12. Platz gesamt mit einer Zeit von 4:08h und einem sehr guten Gefühl dabei 🙂 So kann es weiter gehen…

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